Vita

Ein Leben zwischen Wort und Altertum

Nurida Ateshi ist Dichterin, Autorin, Übersetzerin, Pädagogin und Prähistorikerin. Sie spricht sieben Sprachen, besitzt sechs akademische Diplome und hat zwanzig Bücher sowie mehr als 300 wissenschaftliche und kulturelle Beiträge verfasst. Ihr Werdegang führte sie durch sechs Länder, wo sie zahlreiche literarische, akademische und pädagogische Projekte prägte und mitgestaltete.

Ihr Werk verbindet eine feine poetische Sensibilität, eine tiefe Auseinandersetzung mit der Kulturgeschichte und die Perspektive eines Lebens in unterschiedlichen geistigen Landschaften.

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Ihr Leben

Nurida Ateshi Gadirova ist eine bekannte aserbaidschanische Autorin — Wissenschaftlerin der Archäologie und Geschichte des Kaukasus sowie Dichterin, Pädagogin und Historikerin. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Geboren wurde sie am 22. August 1965 in Oğuz (Aserbaidschan); sie besitzt die türkische und die aserbaidschanische Staatsbürgerschaft.

Von 1982 bis 1989 studierte sie in Baku Kultur und schöne Künste und arbeitete bis 1995 am Aserbaidschanischen Staatlichen Museum der Schönen Künste. 1995 ließ sie sich in Berlin nieder; heute lebt sie zwischen Baku, Berlin und Bodrum und setzt ihre internationale Arbeit fort. Sie ist auch als „kaukasische Amazone“ bekannt.

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Künstlerische & literarische Persönlichkeit

Mit neun Jahren begann sie zu dichten; ihr erstes Gedicht erschien 1993 in der Zeitung „Edebiyat“. Die weibliche Sensibilität und der kritische Blick, die sie in die aserbaidschanische Lyrik brachte, stießen in manchen Kreisen auf Ablehnung, und in der Sowjetzeit blieben ihre Gedichte fast ein Jahrzehnt lang unveröffentlicht — in jenen Jahren wählte sie das Pseudonym „Ateshi“ (Feuer).

Nahezu hundert aserbaidschanische Lieder wurden nach ihren Gedichten vertont. Der Komponist Faik Sücaddinov vertonte Dutzende ihrer Verse; „Neylersen“, gesungen von İlhame Guliyeva, wurde in Aserbaidschan, der Türkei und im Iran beliebt. Ihre Lieder wurden u. a. von Brillant Dadaşova, Samad Samadov, Almas Elesgerova, Zöhre Abdullayeva, Zaur Rzayev, Elza Seyidcahan und Ramal İsrafilov interpretiert.

1996–1997 gestaltete und moderierte sie beim Sender Berlin TD-1 die Sendungen „Eine Brücke von Berlin nach Asien“ und „Welt der Liebe“; von 1997 bis 2005 war sie Lektorin im Hitit-Verlag in Berlin und schrieb für die Zeitungen Ayna/Zerkalo. Sie übersetzte deutsche Dichter und brachte aserbaidschanische Klassiker (Nizami, Fuzuli, Nasimi, Mahsati) ins Deutsche — gesammelt in „Pervane və şam“ (Mattes & Seitz, 2008) und „Orijinaldan tercümeler“. Ihre Gedichte wurden ins Englische, Französische, Persische und Russische übersetzt. 2004 erhielt sie den Preis „Goldene Feder“; seit 2011 ist sie PEN-Mitglied.

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Werdegang & Ausbildung

1965

Geboren in Oğuz, Aserbaidschan

Der Beginn eines Lebens, geprägt von Sprache, Geschichte und den Kulturen des Kaukasus.

1993

Erstes Gedicht veröffentlicht

In der Zeitung „Edebiyat“ — der offizielle Beginn ihres literarischen Wegs.

1995

Umzug nach Berlin

Sie entwickelte ihre Lyrik und Kulturarbeit in Europa.

2003

Promotion in Pädagogik — Moskau

Moskauer Staatliche Universität für Kultur und Kunst; zudem staatlich geprüfte Dolmetscherin (AZ-RU-DE).

2005–2011

Essad-Bey-/Kurban-Said-Forschung

Sammlung seiner Archivdokumente; „Essad Bey, Geheimnisse des Jahrhunderts“ (2007).

2015

Professorin & Direktorin des Berliner Instituts

Außerordentliche Professorin an der Khazar-Universität; Direktorin des Berliner Instituts für Kaukasusforschung.

2018

Habilitation (HDR) — Université Lyon 2

9. Oktober 2018; zur Chodschaly-Gedebey-Kultur (Betreuerin Prof. Dr. M. Casanova).

Heute

Baku / Berlin / Bodrum

Sie schreibt, übersetzt und forscht weiterhin zwischen Literatur und dem antiken Kaukasus.

Fachgebiete

  • Archäologie des Südkaukasus
  • Späte Bronze- und frühe Eisenzeit
  • Die Chodschaly-Gedebey-Kultur
  • Die kaukasischen Amazonen
  • Lyrik und Prosa in fünf Sprachen
  • Literarische und wissenschaftliche Übersetzung
  • Museums- und Archivforschung
  • Essad Bey / Kurban Said

Sprachen

Nurida Ateshi arbeitet in sieben Sprachen und veröffentlicht in fünf — Aserbaidschanisch, Türkisch, Russisch, Englisch und Deutsch. Sie ist staatlich geprüfte Dolmetscherin für Deutsch, Aserbaidschanisch und Russisch.

  • Aserbaidschanisch
  • Türkisch
  • Russisch
  • Englisch
  • Deutsch

Funktionen & Abschlüsse

  • Außerordentliche Professorin, Khazar-Universität, Baku (seit 2015)
  • Direktorin, Berliner Institut für Kaukasusforschung (seit 2015)
  • Dr. habil. — Université Lumière Lyon 2 (2018)
  • Promotion in Pädagogik — Moskauer Staatliche Universität für Kultur und Kunst (2003)
  • Staatlich geprüfte Dolmetscherin — Deutsch · Aserbaidschanisch · Russisch

Auszeichnungen

  • Goldene Feder (Altın Qələm) — aserbaidschanischer Medienpreis (2004)

Mitgliedschaften

  • PEN-Zentrum Deutschland
  • Berlin-Brandenburgische Gesellschaft für Archäologie (e.V.)
  • Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF)
  • Verband der Landesarchäologen / Deutscher Archäologen-Verband (e.V.)
  • Verband der Historiker Deutschlands
  • Verband deutscher Schriftsteller
  • Aserbaidschanischer Schriftstellerverband
  • Aserbaidschanischer Journalistenverband

Eine ausführliche Liste der Publikationen, Monografien und Konferenzen finden Sie unter Wissenschaft.

Kontakt

Mit Nurida Ateshi arbeiten

Offen für Kooperationen, Vorträge, Übersetzungen und Forschungspartnerschaften.