Themen

Zwei Welten, zu denen Nurida Ateshi immer wieder zurückkehrt

Innerhalb ihrer breiteren Forschung ziehen sich zwei Themen wie Fäden durch das Werk von Nurida Ateshi: die bewaffneten Frauen der kaukasischen Antike und der in Baku geborene Schriftsteller Kurban Said. Beide sind Gegenstand ihrer eigenen, jahrelangen Forschung.

Antike · Archäologie

Die kaukasischen Amazonen

Waren die Kriegerinnen der Legende nur ein Mythos — oder sagen die Gräber des Kaukasus etwas anderes?

Antike griechische Autoren verorteten die Amazonen — ein Volk von Kriegerinnen — immer wieder nahe dem Kaukasus und dem Schwarzen Meer; Herodot verband sie mit den Sauromaten, den Vorfahren der Sarmaten. Lange galt dies als reine Legende.

Die moderne Archäologie veränderte das Bild: In Steppen-Kurganen fanden sich Gräber von Frauen, die mit Bögen, Pfeilen und Pferden bestattet wurden. Nurida Ateshi trug diese Forschung in den Kaukasus selbst — sie dokumentierte und identifizierte anhand archäologischer Funde bewaffnete Frauen in Gräbern der späten Bronze- und frühen Eisenzeit sowie Petroglyphen von Kriegerinnen.

Diese Arbeit ist im Buch „Kafkas amazonları“ (AMEA, 2011) und in zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen gesammelt; sie selbst ist als „kaukasische Amazone“ bekannt. Ihre Amazonen-Bücher können Sie unten als PDF herunterladen.

Literatur · Biografie

Essad Bey / Kurban Said

Eine der rätselhaftesten literarischen Gestalten aus Baku — und Nurida Ateshis jahrelange Archivforschung.

Als Lev Nussimbaum 1905 im Öl-Boom von Baku geboren, konvertierte er zum Islam und nahm den Namen Mohammed Essad Bey an. Unter diesem Namen schrieb er Sachbücher auf Deutsch; unter einem zweiten Pseudonym, Kurban Said, erschien der Roman „Ali und Nino“ (Wien, 1937). Er starb 1942 im italienischen Positano.

Die Urheberschaft von „Ali und Nino“ ist umstritten: Manche Forscher setzen Kurban Said mit Essad Bey gleich, andere verweisen auf den Schriftsteller Yusif Vazir Chamanzaminli.

Zwischen 2005 und 2011 sammelte Nurida Ateshi Essad Beys Archivdokumente aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, der Schweiz und Georgien und veröffentlichte viele davon erstmals; diese Forschung mündete in das Buch „Essad Bey, Geheimnisse des Jahrhunderts“ (Nurlan, Baku 2007).

Diese Seiten wachsen mit Essays, Quellen und Bildern, sobald die Forschung fortschreitet.

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Offen für Vorträge, Kooperationen und Medien zu den kaukasischen Amazonen und der Welt von Kurban Said.